Allgemeine Fragen an Scheidung4u

Ist eine Online-Scheidung in Deutschland erlaubt?
Kann ich mich auch ohne Anwalt scheiden lassen?
Hat es einen Nachteil, einen Anwalt zu beauftragen, der seinen Kanzleisitz nicht an meinem Wohnort hat?
Ist eine Online-Scheidung in Deutschland erlaubt?

In Deutschland gibt es keine Scheidungen die auschließlich online über das Internet funktionieren. Allerdings kann über eine Internetseite ein Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin beauftragt werden welche/r dann den Scheidungsantrag formuliert und ihn einreicht beim zuständigen Familiengericht. Dort wird das Scheidungsverfahren durchgeführt, d. h. dass man zumindest einmal beim Scheidungstermin vor Gericht für ca. 10 Minuten erscheinen muss.

Kann ich mich auch ohne Anwalt scheiden lassen?

Nein. Das funktioniert in Deutschland nicht.

Bei bei einer einvernehmlichen Scheidung benötigt lediglich der antragstellende Ehegatte einen Rechtsanwalt. Der andere, der lediglich der Scheidung zustimmt, braucht keinen eigenen Rechtsanwalt beauftragen. Dies hat den Vorteil, dass die Scheidungskosten auf ein Minimum reduziert werden.

Hat es einen Nachteil, einen Anwalt zu beauftragen, der seinen Kanzleisitz nicht an meinem Wohnort hat?

Nein. Bei einer einvernehmlichen Scheidung stellt es überhaupt kein Problem dar, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der einen weiter entfernten Kanzleisitz hat. Sollte jemand aus unserer Kanzlei nicht persönlich zum Gerichtstermin kommen, so wird ein so genannter Korrespondenzanwalt von uns beauftragt. Dieser wird dann vor Ort den Termin vor dem Scheidungsrichter wahrnehmen und Sie umfassend betreuen. Es entstehen für Sie keine Mehrkosten und es fallen auch keine Fahrtkosten an.

Fragen zur Scheidung

Wie lange dauert das Verfahren bis zur Scheidung?
Wie läuft der Scheidungstermin bei Gericht ab?
Was wird im Scheidungsverfahren geregelt?
Wann ist eine Scheidung „einvernehmlich“?
Wie berechnen sich die Scheidungskosten genau?
Wie können wir Scheidungskosten sparen?
Vertritt mich Scheidung4u auch bei einer streitigen Scheidung?
Zahlt die Rechtsschutzversicherung?
Verfahrenskostenhilfe
Wie lange dauert das Verfahren bis zur Scheidung?

Sobald dem Rechtsanwalt sämtliche notwendigen Unterlagen vorliegen, kann der Scheidungsantrag eingereicht werden. Die Dauer des Verfahrens hängt davon ab, ob das Trennungsjahr bzw. die zehnmonatige Trennungsphase bereits absolviert wurde und ob ein Versorgungsausgleich/Rentenausgleich durchzuführen ist. Sofern die Parteien noch keine drei Jahre verheiratet sind oder sie den Versorgungsausgleich durch eine notarielle Urkunde ausgeschlossen haben oder beabsichtigen, diesen Ausschluss vor Gericht protokollieren zu lassen, kann der Scheidungstermin innerhalb von etwa zwei Monaten bestimmt werden. Allerdings hängt dies extrem von der Bearbeitungszeit durch das jeweilige Gericht ab.

Sofern der Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss, ist mit einer Verfahrensdauer von ca. sechs Monaten ab Einreichung des Scheidungsantrages zu rechnen.

Am Tag des Scheidungstermins wird der Scheidungsbeschluss allerdings nur bei zwei anwaltlich vertretenen Eheleuten rechtswirksam. Die Rechtswirksamkeit tritt ansonsten erst einen Monat nach dem Scheidungstermin bei den Parteien ein.

Wie läuft der Scheidungstermin bei Gericht ab?

Zuerst überzeugt sich das Familiengericht von Ihrer Identität durch Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses. Dann wird kurz gefragt seit wann Sie getrennt leben und ob Sie sich wirklich scheiden lassen wollen. Im Normalfall einer einverständlichen Scheidung dauert die Prozedur nur 10 Minuten. Wenn jedoch über einiges gestritten werden muss kann ein Termin viele Stunden dauern.

Was wird im Scheidungsverfahren geregelt?

Zusammen mit dem Scheidungsverfahren ist der so genannte Versorgungsausgleich zu regeln, sofern die Parteien diesen nicht ausschließen, kein notarieller Ausschluss erfolgt, die Parteien noch keine drei Jahre verheiratet sind, die Durchführung des Versorgungsausgleichs nicht wünschen oder ein Fall von Unerheblichkeit vorliegt. Darüber hinaus sind nur dann Folgesachen wie z. B. Unterhalt oder Zugewinnausgleich zu regeln, sofern dies von einem der Scheidungswilligen beantragt wird.

Wann ist eine Scheidung „einvernehmlich“?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung sind sich die Parteien über die wesentlichen Punkte einig. Das heißt, sie streiten sich nicht oder lediglich noch um Kleinigkeiten, jedoch sind sie sich darüber einig, dass sie geschieden werden wollen. Bei einer einvernehmlichen Scheidung kann nach ca. zehn Monaten Trennungszeit der Scheidungsantrag eingereicht und nach zwölfmonatiger Trennung dann die Ehescheidung ausgesprochen werden.

Wie berechnen sich die Scheidungskosten genau?

Ausschlaggebend ist der sogenannte Streitwert der Scheidung.

Dieser berechnet sich aus den Nettomonatsgehältern beider Eheleute. Beide Nettoeinkommen werden addiert und mit dem Faktor 3 multipliziert. Dann wird noch der feste Wert des Versorgungsausgleichs mit € 2.000,00 hinzugezählt und man hat den Streitwert.

Einfaches Beispiel:

Nettogehalt Ehemann € 1.500,00

plus

Nettogehalt Ehefrau € 1.500,00

ergibt

€ 3.000,00 X 3 ergibt € 9.000,00.

Dazu € 2.000,00 für den Wert des Versorgungsausgleichs ergibt einen Streitwert von € 11.000,00 aus dem sich die Gerichts- und Anwaltskosten nach Gerichtskostentabelle und nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetztabelle errechnen. Bitte beachten: Die vorgenannten € 11.000,00 an Streitwert sind natürlich nicht die Scheidungskosten. Diese liegen weit darunter, in unserem vorstehenden Beispiel bei ca. € 2.000,00.

Kompliziert für den Laien, aber ganz einfach wenn man die Tabellen zur Hand hat. Füllen Sie einfach das Formular aus oder schreiben uns eine email an info@scheidung4u.de. Wir berechnen Ihnen dann kostenlos und unverbindlich die Gesamtkosten Ihrer Scheidung.

Wie können wir Scheidungskosten sparen?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung können die Ehepartner dann Scheidungskosten sparen, sofern nur die Antragstellerpartei einen Rechtsanwalt beauftragt. In diesem Fall können die Parteien untereinander vereinbaren, dass jede Partei die Hälfte der Anwaltskosten trägt.

Vertritt mich Scheidung4u auch bei einer streitigen Scheidung?

Auch bei einer so genannten streitigen Scheidung kann selbstverständlich eine Vertretung durch unsere Kanzlei erfolgen und auch online abgewickelt werden.

Zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Die Scheidung an sich wird von der Rechtsschutzversicherung nicht gezahlt. Manche Verträge enthalten jedoch den Passus, daß anläßlich der Trennung eine anwaltliche Beratung gezahlt wird. Die Erstberatung bei uns ist jedoch sowieso kostenlos so dass Ihre Rechtsschutzversicherung nicht in Anspruch genommen werden muss. Die Beratung kann natürlich bei uns auch online erfolgen. Schreiben Sie uns eine email an info@scheidung4u.de.

Verfahrenskostenhilfe

Bei geringem Einkommen bzw. bei erheblichen Schulden, können die Parteien Verfahrenskostenhilfe beantragen. Dies bedeutet, dass die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts und der Gerichtskostenanteil von der Staatskasse getragen werden. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass das Gericht Verfahrenskostenhilfe auf Ratenbasis mit meist sehr geringen monatlichen Raten bewilligt. Dies bedeutet, dass die antragstellende Partei lediglich ein zinsfreies Darlehen erhält. Dabei können bis zu 48 Monatsraten festgesetzt werden. Die Höhe der Raten wird durch das Gericht festgelegt. In der Regel stellt der Rechtsanwalt für den Mandanten den Antrag auf Verfahrenskostenhilfe und reicht den entsprechenden Fragebogen bei Gericht ein.

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Haben Sie noch Verbesserungen oder andere Fragen die wir von Scheidung4u miteinbringen sollten?

Papiere

Fragen zur laufenden Scheidung

Ab wann lebt man überhaupt getrennt?
Wer bezahlt die Kredite und Immobilienschulden?
Vertritt mich Scheidung4u auch bei einer streitigen Scheidung?
Wie wird das Sorgerecht und Umgangsrecht geregelt?
Wie werden Hausrat, Tiere und Auto aufgeteilt?
Wie funktioniert der Zugewinnausgleich?
Erhalte ich Trennungsunterhalt? Wie lange? In welcher Höhe?
Wie wird der Versorgungsausgleich/Rentenausgleich geregelt und kann darauf verzichtet werden?
Gesetzliches Erbrecht und Pflichtteilsrecht bei Trennung und Scheidung
Ab wann lebt man überhaupt getrennt?

Wenn keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht. Man kann jedoch auch innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt leben. Dafür ist es jedoch erforderlich, daß jeder “seine eigene Wäsche wäscht”. Sie müssen also so leben, als ob Sie nichts mehr miteinander zu tun hätten. In der Praxis kommt es hier öfters zu Beweisschwierigkeiten wenn einer der Eheleute das Getrenntleben bestreitet.

Sobald aber die Ehepartner beschließen, sich zu trennen, beginnt die Trennungszeit. Es muss lediglich einer der Ehepartner gegenüber dem anderen äußern, dass er die eheliche Lebensgemeinschaft nicht aufrecht erhalten möchte. Daneben müssen auch die äußeren Umstände an die Trennung angepasst werden. Entweder zieht ein Ehepartner aus der ehelichen Wohnung aus oder es findet eine Trennung von Tisch und Bett innerhalb der Ehewohnung statt. Dabei haben die Parteien getrennt zu schlafen, zu essen und zu waschen usw.

Wer bezahlt die Kredite und Immobilienschulden?

Haben beide Eheleute für einen Kredit unterschrieben, dann haften sie auch weiterhin beide dafür.

Sind beide Eheleute Besitzer einer gemeinsamen Immobilie, so müssen sie eine Lösung finden, was mit dieser Immobilie nach der Scheidung geschehen soll. Wenn Sie keine einvernehmliche Lösung finden, wird es teuer!

Was gibt es für Möglichkeiten zum Thema Immobilie und Scheidung?

  • Verkauf der Immobilie ohne großen Stress zum bestmöglichen Preis.
  • Vermietung der Immobilie, die weiterhin in Ihrem gemeinsamen Eigentum verbleibt.
  • Übernahme der Immobilie von Ihnen oder ihrem Ex-Partner, hier muss jedoch die Bank mitspielen und einen von beiden Eheleuten aus dem Kreditvertrag entlassen. Zudem werden Sie ihren Partner auszahlen müssen.
  • Zwangsversteigerung (Teilungsversteigerung).
Vertritt mich Scheidung4u auch bei einer streitigen Scheidung?

Auch bei einer so genannten streitigen Scheidung kann selbstverständlich eine Vertretung durch unsere Kanzlei erfolgen und auch online abgewickelt werden.

Wie wird das Sorgerecht und Umgangsrecht geregelt?

Das Sorgerecht verbleibt bei einer Trennung grundsätzlich bei beiden Elternteilen. Wenn einer der Eheleute das alleinige Sorgerecht haben möchte, dann muss ein Antrag beim Familiengericht gestellt werden. Das Gericht überträgt das alleinige Sorgerecht aber nur dann, wenn äußerst wichtige Gründe vorliegen, die das Wohl des Kindes gefährden würden, falls die gemeinsame Sorge weitergeführt werden würde.

Das Umgangsrecht ist gesetzlich nicht festgelegt. Die Kindeseltern sind gehalten, eine für ihr gemeinsames Kind eine dem Kindeswohl entprechende gute Lösung zu finden. Ob nun das sogenannte Wechselmodell gewählt wird, bei dem das Kind eine Woche bei einem Elternteil ist und die nächste Woche beim anderen Elternteil verbleibt, oder ob Ihr Kind nur jedes zweite Wochenende z. B. beim Vater ist oder darüber hinaus noch einen zusätzlichen Tag in der Woche, bleibt Ihrer Einigung überlassen. Finden Sie keine Lösung, muss der Familienrichter entscheiden.

Wie werden Hausrat, Tiere und Auto aufgeteilt?

Bei Trennung oder Scheidung gibt es bezüglich der Aufteilung des Hausrats zwei Möglichkeiten.

  1. Die Parteien finden gemeinsam entweder mit oder ohne unsere fachanwaltliche Hilfe eine Lösung.
  2. Das Familiengericht muss eine Entscheidung treffen.

Punkt 2 ist allerdings mit viel Aufwand und eventuell einem Ortstermin in Anwesenheit des Familienrichters verbunden. Zögern Sie den Punkt Hausrataufteilung also nicht also lange hinaus. Am besten ist eine schriftliche Regelung direkt beim Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung.

Bei Streitigkeiten bezüglich der Klärung der Zuweisung von Hausrat, Tieren und Auto versuchen wir zunächst außerhalb des Scheidungsverfahrens eine außergerichtliche Lösung zu erreichen.

Wie funktioniert der Zugewinnausgleich?

Ehegatten leben kraft Gesetzes im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, dies ist der gesetzliche Güterstand falls nicht durch einen Ehevertrag der Güterstand der Gütertrennung gewählt wurde.

Die während der Ehezeit erwirtschafteten Vermögenswerte werden als von beiden Ehepartnern gemeinsam erwirtschaftet betrachtet. Wenn Sie sich trennen, hat ein Partner Anspruch auf Zugewinnausgleich gegenüber dem anderen Partner.

Dem Zugewinnausgleich liegt folgende Berechnung zugrunde:

  • das Anfangsvermögen (also das Vermögen, dass Sie beide jeweils zum Zeitpunkt der Heirat hatten)
  • wird dem Endvermögen (also dem jeweiligen Vermögen bei Beendigung der Ehe) gegenübergestellt.
  • Die Differenz wird geteilt. Wenn Sie einen geringeren Zugewinn als Ihr Expartner erzielt haben, dann haben Sie Anspruch auf die Hälfte der Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen.

Sinnvoll ist in diesen Fällen immer, so früh wie möglich mit fachanwaltlicher Hilfe eine sogenannte Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung abzuschließen damit der Streit über Geld und Immobilien nicht im gerichtlichen Scheidungsverfahren ausgetragen werden muss. Zudem werden dadurch Kosten gespart.

Erhalte ich Trennungsunterhalt? Wie lange? In welcher Höhe?

Wenn Sie gar nichts oder weniger verdienen als Ihr Ehepartner, dann haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Für denjenigen Ehepartner, der Trennungsunterhalt bezahlen muss, gibt es einen sogenannten Mindestselbstbehalt, der ihm verbleiben muss. Der monatliche Selbstbehalt gegenüber getrennt lebenden Ehegatten liegt zur Zeit nach aktueller Düsseldorfer Tabelle (Stand 2018) bei 1.200,00 Euro.

Die komplizierte Berechnung desTrennungsunterhalts sollten Sie immer vom Fachanwalt für Familienrecht machen lassen und nachweisbar (am besten per Einschreiben oder durch anwaltliches Schreiben) schriftlich sofort nach der Trennung geltend machen, da dieser Unterhaltsanspruch grundsätzlich nicht rückwirkend geltend gemacht werden kann!

Trennungsunterhalt gibt es solange bis die Scheidung rechtskräftig ist. Danach muss vom Fachanwalt für Familienrecht geprüft werden ob auch nach der Scheidung noch ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt besteht. Sprechen Sie uns gerne an.

Wie wird der Versorgungsausgleich/Rentenausgleich geregelt und kann darauf verzichtet werden?

Der Versorgungsausgleich regelt die Rentenanwartschaften, die Sie während der Ehezeit beide erworben haben. Wenn Sie sich scheiden lassen wollen, erhält derjenige, der weniger Rentenansprüche durch seine Berufstätigkeit erwerben konnte, vom Ehepartner die Hälfte der Rentenansprüche, die dieser mehr erworben hat.

Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, warum einer von ihnen weniger oder mehr Rentenpunkte während der Ehezeit gesammelt hat.

Der Verzicht auf Versorgungsausgleich kann bei Einigkeit der Eheleute entweder durch eine vor einem Notar geschlossene notarielle Beurkundung oder vor Gericht durch einen so genannten Anwaltsvergleich ausgeschlossen werden. Vor Gericht ist es dann allerdings notwendig, dass sich beide Eheleute anwaltlich vertreten lassen. Allerdings kann der zweite Rechtsanwalt lediglich für den Ausschluss des Versorgungsausgleichs im Scheidungstermin beauftragt werden. Dadurch können Kosten gespart werden.

Gesetzliches Erbrecht und Pflichtteilsrecht bei Trennung und Scheidung

Wenn der verstorbene Ehegatte  noch keinen Scheidungsantrag offiziell beim Familiengericht eingereicht hatte oder dem vom anderen Ehegatten eingereichten Scheidungsantrag zugestimmt hatte, so bleibt das gesetzliche normierte Ehegattenerbrecht wie bisher bestehen. Auch Testamente und Erbverträge bleiben bis zur Einreichung des Scheidungsantrags bestehen.

Falls der verstorbene Ehegatte die Scheidung vor seinem Tod beim Gericht beantragt hat, ist das Erbrecht und auch der Pflichtanteilsanspruch für Sie ausgeschlossen. Sie würden in diesem Fall leer ausgehen.

Sonstige Fragen zur Scheidung

Kann ich meinen alten Namen wieder annehmen?
Wann kann ich neu heiraten?
Wann kann ich neu heiraten?

Nach rechtskräftiger Ehescheidung kann in der Regel sofort wieder neu geheiratet werden.

Was ist mit nachehelichen Unterhalt?
Was ist mit nachehelichen Unterhalt?

Jeder Ehegatte ist grundsätzlich nach der Scheidung selber verpflichtet, für seinen eigenen Unterhalt zu sorgen. Wenn Sie nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, haben Sie eventuell Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, sofern die finanziellen Mittel des Ex-Ehepartners es zulassen. Dies ist jedoch vor Gericht stets eine Einzelfallentscheidung und hängt von diversen Faktoren ab, hauptsächlich von der Dauer der Ehezeit und von eventueller Krankheit eines Ehepartners.

Sind vorrangig schulpflichtige Kinder und Kinder bis zum 21. Lebensjahr unterhaltsberechtigt, dann sind diese nach Gesetz vorrangig unterhaltsbedürftig. Danach kommen eventuell Sie zum Zuge und erhalten nachehelichen Unterhalt.

Der unterhaltspflichtige Partner darf übrigens über seinen Selbstbehalt gegenüber dem Ex-Partner in Höhe von zur Zeit 1.200,00 Euro (Düsseldorfer Tabelle Stand 2018) frei verfügen.

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